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Worte der Woche

 

Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin,

dass wir auf unserer Suche

nach dem Grossen und Ausserordentlichen

auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.

 

Verfasser unbekannt

 

 

 

 



Einsicht

 

Tu dir Gutes, lade dich mit Lebensenergie auf.

 

Wir leben in einer hektischen und unruhigen Zeit.

Das Leben des Einzelnen, der Paare und Familien ist durchorganisiert. Kommt etwas Unerwartetes dazwischen, gilt es, flexibel und achtsam zu reagieren und die Nerven zu behalten.

 

Mit der folgenden Übung lade ich dich ein, durchzuatmen und frische Energie aufzunehmen.

  • Stelle dich aufrecht mit geschlossenen Beinen hin.
  • Verwurzle dich mit der Erde.
  • Hebe die Arme in die V-Position.
  • Schliesse die Augen und empfange die Energie, die du gerade JETZT benötigst.
  • Atme bewusst ein - Empfange.
  • Atme bewusst aus - Verwurzle dich.
  • So bist du mit der Kraft der Erde und der universellen Energiequelle verbunden.

Aus der Übung kommend, begegnest du mit viel Gelassenheit Situationen und Personen, die du mit deiner besonnen Art ebenfalls in die Ruhe bringst.

 

Nimm’s gelassen!



Weitsicht


Die Wünsche des Bauern

 

Es war einmal ein armer chinesischer Reisbauer, der trotz all seinem Fleiss in seinem Leben nicht vorwärts kam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem jedes Kind weiss, dass er den Menschen jeden Wunsch erfüllen kann.

 

"Ich bin gekommen", sagte der Mondhase, "um dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo du dir aussuchen kannst, was immer du willst."

Und ehe er sich versah, fand sich der Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben: "Jeder Wunsch wird Wirklichkeit".

Schön, dachte der Bauer und rieb sich die Hände. Mein armseliges Leben hat nun endlich ein Ende. Erwartungsvoll trat er durch das Tor. Ein weisshaariger, alter Mann stand am Tor und begrüsste den Bauern mit den Worten:

"Was immer du dir wünschst, wird sich erfüllen. Aber zuerst musst du ja wissen, was man sich überhaupt alles wünschen kann. Daher folge mir!"

 

Der alte Mann führte den Bauern durch mehrere Säle, einer schöner als der andere.

"Hier", sprach der Weise, "im ersten Saal siehst du das Schwert des Ruhmes. Wer sich das wünscht, wird ein gewaltiger General. Er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in den fernsten Zeiten genannt. Willst du das?"

Nicht schlecht, dachte sich der Bauer, Ruhm ist eine schöne Sache und ich möchte zu gerne die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General werden würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen. Also sagte er:

"Gehen wir erst einmal weiter." "Gut, gehen wir weiter!" sagte der Weise lächelnd.

 

Im zweiten Saal zeigte er dem Bauern das Buch der Weisheit. "Wer sich dieses wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbart."

Der Bauer meinte: "Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Rechte. Aber ich will es mir noch einmal überlegen."

 

Im dritten Saal befand sich ein Kästchen aus purem Gold. "Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Gold zu, ob er nun arbeitet oder nicht."

"Ha!" lachte der Bauer, "Das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der ist der glücklichste Mensch der Welt. Aber Moment! Glück und Reichtum sind ja zwei verschiedene Dinge. Ich weiß nicht recht. Gehen wir noch weiter."

 

Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden. Als sie den letzten Saal gesehen hatten, sagte der alte Mann zum Bauern:

"Nun wähle. Was immer du dir wünschst, wird erfüllt werden!"

"Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen" sagte der Bauer, "ich muss mir die Sache noch etwas überlegen."

In diesem Augenblick aber ging das Tor hinter ihm zu und der Weise war verschwunden. Der Bauer fand sich zu Hause wieder. Der Mondhase sass wieder vor ihm und sprach:

"Armer Bauer, wie du sind die meisten Menschen. Sie wissen nicht, was sie sich wünschen sollen. Sie wünschen sich alles und bekommen nichts.

Was immer sich einer wünscht, das schenken ihm die Götter - aber der Mensch muss wissen, was er will ...